Das Reich aus dem Lichte 3

3. Unser Urvolk

In den siebziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts entdeckte Frau Dr. Elisabeth Neumann-Gundrum, daß Felsen, die seit eh und jeh als Heiligtümer von besonderer Bedeutung waren, mit eindrucksvollen Großskulpturen geschmückt sind.
Aber was heißt hier geschmückt? Diese Felsen sind geradezu mit ihnen übersät!
Die bekanntesten Fundstätten sind die Externsteine im Teutoburger Wald und die Bruchhauser Steine am Istenberg im Osten des Sauerlandes, um diese beiden stellvertretend für viele weitere Fundstätten zu nennen.
Frau Dr. Neumann-Gundrum hat in ihrem Buch „Europas Kultur der Groß-Skulpturen“ diese Bildwerke umfassend dargestellt und erläutert.
Zwei wesentliche Bildgestaltungen sind durch ihre häufige Wiederholung von überragender Bedeutung.
Die erste von ihnen hat Frau Dr. Neumann-Gundrum treffend ‚Atemgeburt‘ genannt. Großen Köpfen quellen aus Mund und Nase Köpfe, bei denen sich gleiches wiederholt und so fort. Eindringlicher kann die Bedeutung des Hauches nicht dargestellt werden, der Hauch, also der Atem, als Sinnbild für den Verstand, den Geist.
Dieser heißt lateinisch ‚Mens‘, welches über das Eigenschaftswort ‚menisch‘ zu ‚Mensch‘ wurde.

Damit ist belegt, daß es grundsätzlich falsch ist, alle Menschenartigen unter der einheitlichen, wissenschaftlichen Bezeichnung ‚Homo‘ zusammen zu fassen. Lediglich für die ausnahmslos dunklen Ureinwohner der Erde ist dieser Gattungsname zutreffend. Vielleicht sind auch wenigstens einige von ihnen weise genug, mit der wissenschaftlichen Artbezeichnung ’sapiens‘ für ‚weise‘ bezeichnet zu werden.

Der ‚Homo sapiens‘ ist also der ‚weise Erdling‘.

Diese Bezeichnung kann schon deshalb nicht für die Weißen gelten, weil diese nicht von der Erde stammen.

Im Wesen der Weißen ist verankert, alles zu hinterfragen, also Kenntnisse zu sammeln, sie aus zu werten, um so zu Erkenntnissen zu gelangen. Das Wissen aus diesen Erkenntnissen führt zur Weisheit. Wahre Weisheit ist immer licht. Sie erlangen zu können, ist eine Gottesgabe, die den Weißen in die Wiege gelegt wurde. Das Lichte, das Weiße zur Farbe der Weisheit zu machen, ist nur folgerichtig.

Daß die Weißen auch weise sind – oder doch wenigstens von Geburt alle Voraussetzungen mitbringen, es werden zu können – ist also alles andere als reiner Zufall.

Und wieder bestätigt sich die Erkenntnis, daß ein Zufall kein unvermitteltes Zusammentreffen zur gleichen Zeit am gleichen Ort ist, sondern ein gezieltes und daher gewolltes Zusammenfallen von Ereignislinien, eine Fügung.

Diese weisen Weißen haben sich selbst als Menschen bezeichnet, nur ihresgleichen und keine anderen.

Wissenschaftlich werden diese weißen, weisen Menschen viel richtiger als ‚Mens sapiens hominidis‘ bezeichnet, als ‚erdlingsähnlicher weiser Geist‘.

Alle Weißen sind dieses gleichen Ursprunges.

Für sie alle – Kelten, Balten und Germannen – gilt die Bezeichnung ‚Mensch im gleichen Maße, denn sie sind die einzigen, heute noch lebenden Volkschaften der weisen, weißen Menschen.

Die inzwischen in anderen Völkern aufgegangenen Skythen – griechische Verformung des Wortes ‚Schützen‘, nämlich ‚reitende Bogenschützen‘ – die ebenfalls weiß waren, waren nicht nur ein Stamm, sondern eine vierte weiße Volkschaft.

Aber ‚Mens‘ steckt nicht nur in ‚Mensch‘ sondern auch in ‚man‘ und ‚Mann‘. Die alte Mehrzahl von ‚Mann‘ ist ‚Mannen‘, die weiblichen Seitenstücke dazu sind ‚Minne‘ und ‚Minnen‘.

Diese ‚Mannen‘ erscheinen nun in vielen Stammesnamen.

Vor diesen Stämmen sind aber die ‚Germannen‘ von besonderer Bedeutung. Von den Römern wurden sie ‚Germani‘ genannt.

Die erste Silbe dieses Volksnamens hat nun nichts – wie oft und falsch behauptet – etwas mit einer Standartwaffe namens „Ger“ zu tun. Ein Gerät dieses Namens ist sprachwissenschaftlich überhaupt nicht nachweisbar.
Nachweisbar hingegen ist die Wortentwicklung ‚Ger‘ aus ‚Ker‘ aus ‚Kher‘ (rauhes ‚cha‘ wie in ‚Sprache‘) aus ‚Her‘ aus ‚Er‘.
‚Er‘ ist eine Ursilbe. Sie wird einerseits zu ‚Ir‘, andererseits zu ‚Ar‘ und ‚Ur‘.
Somit sind die Germannen als die Ur-Geister, die Ur-Geistigen, die Ur-Verständigen ausgewiesen.
Die Silbe ‚Ker‘ bedeutet ‚Kern‘, der immer Keimzelle, Ursprung ist. ‚Hermann‘ ist also bedeutungsgleich mit ‚Germann‘. Hermann der Cherusker: ‚Cher-us-Ker‘ heißt ‚Kern-aus-Kern‘, Hermann ist Armann. Die Armannen bilden die politische Führung unseres Volkes. ‚Hermann‘ war also ursprünglich kein Name, sondern ein Amtstitel.
Das Zeichen der Armannen ist das Armalein – Hermelin.
Ein Königsmantel ist mit Hermelin gefüttert und besetzt.
‚König‘, althochdeutsch ‚Kunnige‘, ist der ‚Kundige‘.
Also kann zum Führer des Volkes nur aufsteigen, wer genügend Weisheit besitzt, um dieses Amtes walten zu können.
Das heißt, ein König kann nur unter den Geeigneten aus dem Volke vom Volke gewählt werden.
Es liegen Welten zwischen diesem Volks-Königtum, das bei den Weißen ursprünglich ist, und der Erb-Monarchie des Fische-Zeitalters.
Das bedeutendste Glaubenssymbol der Germannen war die Irminsäule, altdeutsch ‚Ermensul‘. ‚Er-Men-Sul‘ ist die ‚Ur-Geist-Säule‘, die den Urgeist nicht etwa darstellte oder auf der er vielleicht saß, sondern die ihn als tragendes Gerüst des Alls, Grüst-All, Krist-All symbolisiert.
Aber wer ist nun dieser Urgeist – Ermen?
Die Antwort erhält man unter Zuhilfenahme des Alphabetes.
Die lateinische Schrift ist nur beschränkt als Lautschrift einsetzbar. Unterzieht man sie jedoch einer eingehenden Untersuchung, stößt man auf faszinierende Einzelheiten von außerordentlicher Tragweite.

Unser wichtigster Laut ist das Ha.
Altmeister Guido von List hat als erster erkannt, daß es sich hierbei weder um einen Selbst-, noch um einen Mitlaut handelt. Das Ha ist sogar noch dem Urlaut-E (wie das End-E von ‚Ende‘) übergeordnet, da es als Hauch auch stimmlos für sich allein stehen kann, wie man es bei jedem Atemzug erlebt.
Hingegen ist ohne diesen Ur-Hauch weder ein Selbst- noch ein Mitlaut überhaupt sprechbar.
Daher muß dieser Urhauch Ha als einziger als Hauchlaut bezeichnet werden.
Altmeister Guido von List ist damit Wieder-Entdecker uralten Wissens.
Im lateinischen Alphabet steht der Hauchlaut Ha an achter Stelle. Das heißt, er muß besonders be-acht-et werden. Die Tiefgründigkeit dieser Tatsache kann gar nicht genug betont werden.
Der Hauch, der Atem heißt auch Odem.
Das Od ist die Eigenschwingung alles Seienden, mehr noch, diese jeweilige Eigenschwingung ist der Urgrund alles Seienden.
Odem ist auf der einen Seite Uodem – Uoden – Woden – Wodan – Wotan, auf der anderen ist er Oden – Odin.
Der Hauch als Sinnbild des Geistes, der den Menschen zu dem macht, was er ist, und der gleiche Hauch als Sinnbild höchster Göttlichkeit!
Damit schließt sich ein gewaltiger Kreis.
Aber das ist noch längst nicht alles!
Das Symbol des germannischen Glaubens, die Urgeistsäule – Irminsäule – Ermensul ist auch ein Instrument zur Sonnenbeobachtung.
Auf dem Kreuzabnahme-Relief an den Externsteinen ist die Ermensul geknickt dargestellt, um als Stuhl zu dienen.

Richtet man diese Ermensul auf und streckt den einen Widderhorn-Arm, der als Stuhllehne dient, genau so gerade wie den anderen Arm, der als Stuhlbein dienen muß, so erhält man das Gerüst eines gleichseitigen Dreieckes, in dessen Umkreis die Arme der Säule eine Sehne bilden.
Der Bogen über der Sehne entspricht dem Bogen des Sonnenlaufes über dem Horizont am Tage des Winter-Sonnenwende, dem germannischen Jahresanfang, während der Bogen unter der Sehne dem Bogen des Sonnenlaufes am Tage der Sommer-Sonnenwende entspricht.
Am Fuße des Sarcellum-Felsens befindet sich eine Grube (heute im See), tief genug, um eine gewaltige Ermensul zu halten, so hoch wie der ganze Felsen, also über zwanzig Meter. Zur Stabilisation gingen Verstrebungen von den äußeren Enden der Arme zu dem vierkantigen Loch auf der Spitze des Felsens, worin die Streben verankert waren.
Die ganze Ermensul war aus Eichen- oder Eschenholz, vielleich ein einziger Stamm, und ganz mit Bronze verkleidet, die regelmäßig poliert wurde, sodaß sie glänzte wie Gold.
Diese Ermensul muß einen unvergleichlichen Anblick geboten haben!

Sie bildete eine Visierlinie mit der Unterkante des Sonnenloches im Sarcellum, während in dessen Innerem auf der dort noch vorhandenen Steinsäule eine Verkleinerung der großen Ermensul stand, die sich optisch genau in das Sonnenloch fügte.
Auf der Außenseite des Sarcellums ist in den Felsen ein großes, über dessen ganze Breite reichendes Gesicht geritzt, dessen linkes Auge das Sonnenloch des Sarcellums und dessen rechtes Auge durch einen hellen Einschluß im dunklen Sandstein des Felsens markiert ist.
Dies ist ein Beispiel für die zweite wesentliche Bildgestaltung der Groß-Skulpturen, die Frau Dr. Neumann-Gundrum treffend ‚Zwiesicht‘ genannt hat.
Bei einem Bildnis an anderer Stelle ist dies noch deutlicher dargestellt. In diesem Gesicht ist das linke Auge als naturgetreuer Augapfel herausgearbeitet.
Das rechte Auge erscheint zunächst genauso. Erst bei näherem Hinsehen erkennt man, daß das rechte Auge nicht heraus, sondern in den Fels hineingearbeitet wurde. Es ist hohl, es blickt nach innen!
Der göttliche Ur-Geist, der Ur-Hauch, der Odem – Odin – Wodan gibt für einen Trunk aus dem Quell der Weisheit dessen Wächter, dem Riesen Mimir, sein rechtes Auge.
In der Edda werden als Riesen die Ur-Gewalten, die Ur-Kräfte beschrieben, aus denen der Ur-Grund allen Seins entstand.
‚Mimir‘ ist die Verschlüsselung des lateinischen ‚memor‘, das heißt ‚ich er-innere mich‘.
Hier wird also das Erb-Erinnern als Ur-Grund, Ur-Sprung, Ur-Quell aller Weisheit sinnfällig beschrieben und bildhaft festgehalten.
Der Urhauch, der Urgeist Wodan ist also garnicht einäugig, sondern verschiedenäugig!
Der irdische Hauch, Geist, Mensch stellt mit diesem Bildnis der ‚Zwiesicht‘ auch seine eigene Sichtweise dar, die Sicht des Nordeuropäers. Er sieht sich im Einklang mit der Natur, die ihn umgibt, er erkennt den Makrokosmos, den er mit dem äußeren Auge beobachtet, in der inneren Schau in sich als Mikrokosmos wieder.
Der Urhauch, der ihn umweht, der weht auch in ihm.
Er erkennt, daß der Funke in ihm selbst gleichen Ursprunges ist wie das milde glänzende Licht der Gottheit, der er sich ewig verbunden weiß.
Prinz Siddhartha Gautama Schakja, genannt ‚Buddha‘, das heißt der ‚Erleuchtete‘, entpuppt sich geradezu als Gegenstück hierzu. Er hat beide Augen fast und oft auch ganz geschlossen. Das bedeutet Weltabkehr und beinhaltet gleichermaßen Askese wie Abgehobenheit, was wiederum zur Entfremdung von der Wirklichkeit führt.
Ganz anders in ihrem Gegensatze sind afrikanische Götterbilder. Deren furchtsam, furchtbar weit aufgerissenen Augen lassen schließen, daß der Afrikaner seine Umwelt als weitgehend feindlich sich gegenüber wahrnimmt, ohne den Sinn all dessen erkennen zu können.
Dimensionen liegen gar zwischen dem Urgeist Wodan, der für Erkenntnis sein Auge gibt, und dem Baum der Erkenntnis, von dessen goldenen Früchten bei Androhung ewiger Verdammnis niemand essen darf.

Der Urgeist Ermen, der Urhauch Odin wird in der Edda oft beschrieben als Wodan der Wanderer, der einsam durch die Lande zieht und unerkannt bei den Leuten einkehrt.

Diese Überlieferungen, um das 1220 nach Ztw. vom isländischen Gelehrten und Politiker Snorri Sturluson aufgeschrieben, diese Überlieferungen stammen allesamt aus der Spätzeit des alten Glaubens, aus der Verfallszeit, die wohl ihren Anfang nahm, als die Germannen ab rund 500 vor Ztw. in den keltischen Raum vordrangen.

Der Urhauch Ermen, der einsame Wanderer Wodan deutet von Beschreibung und Anlage der Symbolfigur auf eine weitaus frühere Zeit. Es ist die Zeit, aus der die Bearbeitungsspuren stammen, die Frau Dr. Neumann-Gundrum an den von ihr entdeckten Groß-Skulpturen nachgewiesen hat. Diese Zeit ist die Jüngere Altsteinzeit, und die Skulpturen sind rund 30’000 Jahre alt.

Es ist das letzte Kältemaximum der Würm-Eiszeit.

Frühere Kältemaxima haben die Externsteine als gewaltiges Natur-Monument stehengelassen.

Dies und vor allem die dort herrschenden, positiven Schwingungen machten diese Felsengruppe zur heiligen, ja sogar zur heiligsten Stätte der damaligen Nordeuropäer.

Ganz Skandinavien, ganz Balten und der Nordwesten Ruslands, Norddeutschland bis ungefähr zur Höhe Berlins und fast bis an die Elbe, der Osten der Cimbrischen Halbinsel bis ungefähr Ringköbing in Jütland sowie von Norden her rund zwei Drittel Britanniens und drei Viertel Irlands lagen unter einer geschlossenen Eisdecke.

Das Deutsche Meer, die Nordsee, lag trocken und war besiedelt bis zur Doggerbank, die sich ziemlich in der Mitte des Deutschen Meeres auf rund 300 km Länge zwischen Nord-England und Süd-Norwegen erstreckt.

In der Edda ist belegt, daß es über allen Göttern noch den Hochgott gab, genannt ‚Fimbultyr‘, den Gott, den noch nie eines Menschen Auge gesehen hatte. Der Name bedeutet ‚Ursprünglicher Gott‘.

Der einsame Wanderer Wodan ist ursprünglich mit diesem Hochgott identisch. Das sagen sowohl sein Name in Verbindung mit der ‚Atemgeburt‘ als auch seine Gestaltung mit der ‚Zwiesicht‘ und schließlich sein Erscheinen als Einsamer aus.

Dieser ursprüngliche Wodan war von solch überragender Bedeutung, daß andere Gottheiten neben ihm verblaßten..

Diese ursprüngliche Wodansverehrung bezeichnet man als ‚Henotheismus‘, als Verehrung nur eines Gottes, jedoch ohne den Ausschließlichkeitsanspruch, wie er im Judentum und seinen Tochterreligionen Kirchentum und Islam praktiziert wird. Es bedeutet nur, daß die anderen Gottheiten von weitaus geringerer Bedeutung waren als beispielsweise in der griechischen Vorstellung, wie sie Homer überlieferte und wie sie die Römer übernommen haben.

Diese anderen Gottheiten hatten eher den Rang von Hochgeistern inne.

Dies ergibt sich daraus, daß den damaligen Nordeuropäern wie uns heute jede Form von Dogma nicht nur fremd, sondern geradezu zuwider ist.

Die einzige Ausnahme hiervon ist in Wirklichkeit keine: die Natur. Nur die Vorgaben der Natur bilden die einzige, tatsächliche Richtlinie, die über räumliche, zeitliche und menschlich-kleingeistige Vorstellungen hinweg ewige Gültigkeit hat.

(Die Natur erläßt keine „Gesetze“, die vielleicht aus irgendeiner Laune heraus auch wieder aufgehoben werden könnten! Richtig sind es deshalb Naturvorgaben!

Das heißt, was der Natur nicht gerecht wird, was widernatürlich ist, was sich an der Natur versündigt, kann nur falsch sein und muß deshalb unterbunden und gnadenlos ausgerottet werden!

Aber was war das für ein Volk, das sich dieses Gottesbild als Abbild seiner eigenen Volksseele erschlossen hat?

Der einsame Wanderer ist Symbol für das Einzelgängertum.

Das bedeutet nicht etwa eigenbrötlerisches Abschotten, sondern daß jeder um sich herum einen angemessenen Freiraum beansprucht, den er selbstverständlich auch seinen Volksgefährten zugesteht.

Das bedeutet und beinhaltet für jeden einzelnen einen geradezu unbändigen Freiheitsdrang, ohne den dieses Einzelgängertum nicht denkbar ist.

All dies setzt jedoch die volksweite Erkenntnis voraus, daß es Freiheit nur im Rahmen der im Erbgute des Volkes verankerten Sitte geben kann, daß alles, was darüber hinausgeht, nicht Freiheit ist, sondern Schrankenlosigkeit.

Das bedeutet, daß jedem, allem Einzelgängertume zum Trotze und dennoch durch dieses begründet, ein gesundes und fruchtbares Gemeinwesen am Herzen lag, war es doch anders herum der Garant gemeinhin dafür, daß tatsächlich jeder „nach seiner Facon selig werden“ konnte.

Also steht in Wirklichkeit hier die Wiege der wahren Volksherrschaft.

Das hohe, sittliche Gefüge dieses Urvolkes ist seit je her das entscheidende und damit tragende Element des Gemeinwesens aller Nachfahren dieses Urvolkes, soweit es nicht durch allerlei Manipulationen zum Kümmerdasein degradiert wurde, dies vor allem außerhalb seiner Stammlande.

Dieses Urvolk, dem die weisen, weißen Menschen bis heute und in alle Zukunft soviel zu verdanken haben, dieses Urvolk lebt noch heute an seinen, durch die Groß-Skulpturen redenden, heiligen Felsen: die F a l e n .

Die Falen sind bis heute prägender Bestandteil des Stammes der Sachsen in den Landschaften West- und Ostfalen, aber nicht nur dort.

Das Äußere des Falen gleicht seinem Wesen:

Ein schwerer Knochenbau trägt einen optisch etwas zur Schwerfälligkeit neigenden, kräftigen Körper.

Der Schädel ist breit mit markant hervortretenden Jochbeinleisten. Er wird zurückgelegt getragen, wodurch die Gesichtsfront vom Kinn zur Stirn schräg nach hinten und das Kinn beinahe im rechten Winkel zur Körpersenkrechten steht.

Die Augen stehen dem Schädel entsprechend auseinander.

Der Fale muß von einer Sache völlig überzeugt sein, bevor er sie zu seiner eigenen macht, und ist er erst einmal soweit, ist es äußerst schwer, ihn von etwas anderem zu überzeugen.

Er ist das, was man sich gemeinhin unter einem „sturen Bauern“ vorstellt, wobei diese Sturheit in Wirklichkeit Beharrlichkeit ist. Das befähigt ihn, überaus ausdauernd gegen den Strom zu schwimmen. Es bedarf also in der fälischen Jugenderziehung eines guten Vorbildes, damit dieses Gegen-den-Strom-Schwimmen immer nur um der Sache Willen geschehe und nie aus persönlichen Erwägungen.

Nichts verachtet der Fale so sehr, wie den Mantel in den Wind zu hängen; und Leute, die das tun, erfüllen ihn mit abgrundtiefer Abscheu und unsäglichem Ekel.

Wie die alten Falen sich selbst gesehen haben, sagt ihr Name.

Die Falen sind die Fahlen, die Bleichen, die Blassen, die Hellhäutigen, Hellhaarigen, Helläugigen, aber auch die geistig Hellen, die dem Lichte Verbundenen.

Vertont von Peter Johann Peters, gab Emil Rittershaus 1868 in der zweiten Strophe des ‚Westfalen-Liedes‘ eine wunderbare und durch die Melodie sehr eingängige Wesensbeschreibung der (West-)Falen ab:

Wir haben keine süßen Reden

Und schöner Worte Überfluß.

Wir haben nicht sogleich für jeden

Den Brudegruß und Bruderkuß.

Wenn du uns willst willkommen sein,

So schau auf’s Herz, nicht auf den Schein!

Und sieh uns g’rad hinein ins Aug‘!

G’radaus! das ist Westfalenbrauch!

Es fragen nichts nach Spiel und Tand

Die Männer in Westfalenland!

Es fragen nichts nach Spiel und Tand

Die Männer in Westfalenland!

Hier wird in den Worten des Dichters einem Menschenschlag auf das Trefflichste aus der Seele gesprochen.

Wie in vielen anderen Kulturen, so hat auch bei den Falen das Geistes- und Glaubensleben seinen besonderen Bezug zum Himmel.

Da die Falen Bewohner einer Küstenregion waren, die einen Tidenhub aufweist wie keine zweite Küste auf der nördlichen Erdhalbkugel, konnte nur der Mond der besondere Kristallisationspunkt für den Himmelsbezug der Falen sein.

Zwei germannische Besonderheiten belegen das. Beide wirken bis heute und werden dies wohl auch weiterhin tun.

Zum einen ist es das Geschlecht von Sonne und Mond, zum anderen die Sieben-Tage-Woche.

Im Germannischen ist der Mond männlich und die Sonne weiblich.

In den meisten Sprachen ist es genau anders herum.

Die Sieben-Tage-Woche kann nur dort entstanden sein, wo der Unterschied zwischen Ebbe und Flut ein so gewaltiges Ausmaß einnimmt, wie an der Küste des Deutschen Meeres. Denn diese Sieben-Tage-Woche ist keine Mondwoche im eigentlichen Sinne, sondern eine Gezeitenwoche.

Hier, an der Küste des Deutschen Meeres, ist die Sieben-Tage-Woche entstanden, und zwar spätestens, als zum Ende der Eiszeit das Land südlich der Doggerbank mehr und mehr überflutet wurde, aber bei jeder Ebbe wenigstens teilweise wieder auftauchte.

Natürlich hatten die Falen auch Mond-Monate und Mond-Jahre.

Das Wort ‚Monat‘ ist gleichen Stammes wie das Wort ‚Mond‘.

Die Mond-Monate von achtundzwanzig Tagen Länge machten einen dreizehnten Monat nötig, um das Mond-Jahr mit dem Umlauf der Sonne in Einklang zu bringen.

Durch diese Zeiteinteilung ist auch bewiesen, daß die alten Falen großartige Seeleute gewesen sind, die zu weitaus mehr in der Lage waren, als nur dicht unter Land, also auf Sichtnähe an der Küste entlang zu fahren. Denn überall dort, wo es die Sieben-Tage-Woche oder gar das dreizehnmonatige Mond-Jahr gibt, können sie nur durch Seefahrer von der Küste des Deutschen Meeres hingelangt sein.

Wenn nun aber die Falen einen Mondkalender und einen Mondkult hatten, wie kommt es, daß heute die Zeiteinteilung nach der Sonne vorherrschend ist?

Wie kommt der einsame Wanderer Wodan als Hochgott einer henotheistische Glaubensauffassung zur Führerschaft über eine zahlreiche Göttergefolgschaft?

Verantwortlich hierfür ist eine Begebenheit, die sich wohl schon seit einigen Generationen anbahnte und – möglicherweise endgültig ausgelöst durch ein Naturereignis – nun für die damaligen Bewohner zwingend erforderlich wurde.

Diese besondere Begebenheit ist von geradezu einzigartiger Bedeutung für die Geschichte der Nordeuropäer und ganz Europas, für die Geschichte des Planeten Erde.

Dieses außergewöhnliche Ereignis fand statt kurz vor der Wende vom Stier- zum Widder-Zeitalter, also rund 4’500 Jahre vor Ende des Fische-Zeitalters.

Dieses gewaltige Geschehen war die Erste Völkerwanderung.

In den Weiten Südost-Europas bis hinab in die Kaspische Senke lebte ein Volk, das mit vielen Bezeichnungen belegt wird, die von ihren, aus Gräberfunden rückgeschlossenen Lebensumständen hergeleitet werden.

Diese alte Heimat dieses Volkes ist von Natur aus mit ihren weiten Ebenen hervorragend geeignet für die Pferdezucht.

So sind diese Leute denn auch ein ausgesprochenes Reitervolk, und jeder von ihnen ist wohl schon mit Pferdeverstand auf die Welt gekommen und konnte eher reiten als laufen.

Sie waren die Erfinder der Steigbügel, der leichten Streitwagen und in diesem Zusammenhang besonders des Speichenrades, dessen im Verhältnis zu den urzeitlichen Scheibenrädern erheblich geringeres Gewicht das Gesamtgewicht des Wagens auf einen Bruchteil verringerte.

Sie werden auch Streitaxt-Leute und Schnurkeramiker genannt.

Als nun die Kaspische Senke vor rund 4’500 Jahren austrocknete und zur Wüste wurde, deren Vorland versteppte, war dieses Volk gezwungen, für die Suche nach neuen Weidegründen und vor allem nach einer fruchtbaren, neuen Heimat für sich selbst auf Wanderschaft zu gehen.

Dieses Volk zog jedoch nicht geschlossen in eine Richtung, sondern es teilte sich.

Von den beiden wesentlichen Teilen zog der eine nach Westen und der andere nach Südwesten und Süden.

In beiden Zielgegenden kam es zu heftigen Kämpfen, die aber in beiden Fällen damit endeten, das die Speichenrad-Leute blieben und in beiden Fällen die Führung, den Adel stellten.

Zur Sicherung der Führung war dieser Adel erblich und mit besonderen Vollmachten und Rechten ausgestattet.

Diese Führungsschicht blieb unter sich, und man heiratete weitgehend nur unter einander.

Aber darüber hinaus waren Art und Weise des Festsetzens in der jeweiligen neuen Heimat von gänzlich unterschiedlicher Natur. Das lag an den Unterschieden zur Urbevölkerung, die die Speichenrad-Leute jeweils vorfanden.

Im Süden stießen sie auf eine fremdartige, schwarze Urbevölkerung. Das führte zur Bildung eines Kastensystems – je heller die Haut, desto höher die Kaste. So ist es in Indien bis heute – trotz amtlicher Abschaffung des Kastensystemes.

Im Westen hingegen stießen sie auf eine Urbevölkerung, die so weiß war wie sie selbst, die ein ähnliches Sittengefüge hatte und den gleichen, hohen Ehrbegriff.

Entscheidender Unterschied im Volkscharakter war jedoch, daß die Neuankömmlinge sehr viel mehr darauf bedacht waren, daß das ganze Volk mehr als geschlossene Einheit auftrat, als das bei den Alteingesessenen üblich war, was sich in einer erheblich strafferen Gliederung bis hinab in die letzten Verzweigungen einer jeden Sippe niederschlug. Das ganze Volk war wehrmäßig gegliedert. Statt der Volksherrschaft gab es hier den Grundsatz von Führer und Gefolgschaft.

Der einzelne Neuankömmling war seelisch gänzlich anders gelagert als der Fale. Stimmungsschwankungen von „himmelhochjauchzend“ bis „zu Tode betrübt“ und ebenso sprunghaft in vielen Entscheidungen und Beurteilungen, begleitet von Überspanntheiten, die dem Falen so völlig fremd waren, würden den Eindruck der Flatterhaftigkeit hinterlassen, wären da nicht diese abgrundtiefe Ehrlichkeit, diese unerschütterliche Aufrichtigkeit sowie diese unerschrockene Tapferkeit, die die Neuankömmlinge den Falen ebenbürtig machten.

Diese Neuankömmlinge waren seit eh und jeh dem Licht ebenso verbunden wie die Falen. Daher nannten sie sich die ‚dem Lichte Hörigen‘ – Li-Herijer – Ilerier – Irerier – Irier – Erier –    ‚A r i e r‘ .

Es waren also die Arier, die hier in der westlichen Mitte Europas auf die Falen trafen.

Zum impulsiven Wesen des Ariers gehört auch eine andere Statur, um diese Impulsivität in Bewegung umsetzen zu können.

Der Arier hat die typische Reiterfigur: Hoch gewachsen und schlank, deutlich feingliedriger als der Fale, fast schon zierlicher, ohne jedoch in irgend einer Weise zerbrechlich zu wirken.

Der Schädel ist ebenso hoch und schmal ohne besonders hervortretende Jochbeinleisten. Er wird hochgereckt getragen, wodurch die Gesichtsfront senkrecht und damit parallel zur Körpersenkrechten ist. Das läßt den Vorderhals kürzer und den Hinterhals deutlich länger erscheinen.

Dem Schädel entsprechend stehen die Augen des Ariers deutlich dichter zusammen als die des Falen.

Auch beim Arier war die Sippe die Grundlage des Gemeinwesens.

Darüber hinaus war die Gliederung des Volkes auf jederzeitige Verteidigung ausgerichtet, denn man lebte in einer offenen Weidelandschaft ohne Schanzmöglichkeit oder gar geschlossene Verteidigungsanlagen. So waren die Wehrfähigen gegliedert in Hundertschaften und Tausendschaften, vielleicht auch größere Verbände.

Diese wehrmäßige Gliederung zog auch die entsprechende Gliederung im Volke nach sich, denn auch nach Abzug der Wehrfähigen mußten genügend Reserven verbleiben sowie die Versorgung der daheim Verbliebenen gesichert sein.

Auch bei den Ariern bestand eine Wechselbeziehung zwischen den allgemeinen Lebensvorstellungen, der mit diesen verbundenen Geisteshaltung und dem Volksglauben.

Wie bereits erläutert, bezeichnet der Name ‚Arier‘ den ‚dem Lichte Hörigen‘. Der Hörige ist der Gehorchende, wodurch das Führer-und-Gefolgschaft-Prinzip auch im Volksnamen klar ausgedrückt wird.

Das Besondere an diesem Gefolgschaftswesen offenbart sich jedoch erst, wenn klar ist, welches Licht es ist, das hier führt.

Es ist klar, daß in den weiten Ebenen Südost-Europas der Mond nicht die Rolle des führenden Lichtes erlangen konnte. Das gilt ebenso für das Kaspische Meer, da an diesem größten Binnenmeer der Erde die Gezeiten von so geringer Bedeutung sind, daß sich hier niemals ein Mondkult hätte entwickeln können.

Somit ist durch die geographische Lage der Heimat der Arier vorgegeben, daß sich bei diesen nur ein Sonnenkult entwickeln konnte.

Die Erkenntnis, daß alle Lebensvorgänge auf der Erde durch die Sonne eingeleitet, auf den Weg gebracht, bestimmt und beendet werden, daß ihr also alles Leben untergeordnet ist, lieferte die kosmische Vorgabe für das Führer-Prinzip.

Somit haben die Arier sowohl für ihre Glaubensvorstellung, als auch für ihr Gemeinwesen auch nur das Prinzip von Führer und Gefolgschaft entwickeln können.

Ihre Götterwelt wurde natürlich von dem Gott angeführt, dessen Persönlichkeit durch die Sonne selbst am besten symbolisiert wurde. Dieser Götterführer war Tiu.

Dieses Wort steht ursprünglich für ‚Gott‘ gemeinhin, erlangte aber vor allem im Zuge des Vordringens nach Südwest-Europa die Bedeutung ‚Tag‘. Es findet sich im Namen des griechischen Göttervaters ‚Zeus‘ ebenso wieder wie im lateinischen ‚Dies‘ für ‚Tag‘. Aus ‚Diespater‘ hat sich schließlich ‚Jupiter‘ entwickelt, der Name des römischen Göttervaters, der ‚Tagesvater‘ bedeutet.

Durch das Austrocknen ihrer ursprünglichen Heimat zur Wanderung gezwungen, drangen nun die Arier in den Lebensraum der Falen ein, die sich natürlich heftig dagegen zur Wehr setzten.

Hier tritt noch eine Besonderheit zu Tage:

Die Falen kannten das Pferd nur als jagdbares Wild, haben es auch nicht zu Schlachtzwecken gehalten.

Bei den Ariern sahen sie nun erstmals berittene Krieger, vor allem berittene Bogenschützen. Dieser Anblick muß für sie geradezu umwerfend gewesen sein!

Das Pferd war für die Falen ein heiliges Tier, schnell wie der Wind und daher wohl schon damals dem Urhauch Wodan geweiht. Man jagte es, um sich seine Kraft ein zu verleiben, und dies auch nur zu besonderen Gelegenheiten.

Wodan wurde nicht wegen des Stabreimes ‚der Wanderer‘ geheißen!

Und nun sahen sich die Falen auf einmal berittenen Kriegern gegenüber!

Nur so und nicht anders ist das Fabelwesen ‚Kentauros‘ zu erklären, ein Pferd mit dem Oberkörper eines Mannes am Widerrist, also an der Stelle, an der eigentlich der Pferdehals ansetzen müßte.

Von Bedeutung ist hier, daß es vom Ursprung her nur männliche Kentauren gibt und keine weiblichen. Wie bei den Falen, so galt auch bei den Ariern die Frau zwar grundsätzlich als wehrhaft, aber in den Krieg zogen natürlich nur die Männer.

Nun standen sich alteingesessene Falen und vordringende Arier todesentschlossen gegenüber,

Krieger zu Fuß und Krieger zu Pferd,

Krieger wie Eichenstämme und Krieger wie Lindengerten,

trotzige Einzelgänger und führertreue Gefolgschaft,

unbändiger Freiheitsdrang und siegentschlossener Überlebenswille,

Henotheismus und Polytheismus,

Mondkalender und Sonnenkalender,

Mondkult und Sonnenkult,

Wodan der Wanderer und Tiu der Tag –

Weiße und Weiße.

Dieser Krieg wurde auf beiden Seiten mit aller Entschlossenheit geführt und mit aller Härte.

Keine Seite ließ an Kraft, Ausdauer und Tapferkeit etwas zu wünschen übrig.

Jede Seite war zum Äußersten entschlossen.

Falen und Arier kämpften verbissen, aber keine Seite fand eine Möglichkeit, die Gegenseite durch einen entscheidenden Schlag zur Aufgabe oder doch wenigstens zum Rückzug zu zwingen.

Dieser bis dahin schwerste Krieg seit Menschengedenken bot nur eine einzige Möglichkeit, nämlich, daß der letzte zum Führen einer Waffe fähige Fale und der letzte zum Führen einer Waffe fähige Arier sich gegenseitig erschlagen.

Also kam man überein, den Krieg zu beenden und nach Möglichkeiten zu suchen, die Falen und Ariern ein gemeinsames Überleben im gleichen Gebiet erschließen konnten.

Um alle Beteiligten gerecht zu behandeln, wurde das ganze Land im Losverfahren neu verteilt.

Im Großen und Ganzen blieb die fälische Lebens- und Siedlungsweise erhalten, jedoch unter Einbezug der Wehrgliederung der Arier.

Eine außerordentliche Leistung war die Verbindung der beiden Kalender, Kulte und Glaubensformen miteinander. In der neuen Kultform war der Mond vorherrschend, und der Sonnenkult wurde in den Mondkult eingebunden.

Auch in dem neuen Gemeinwesen der Falen und Arier blieben die Grundlagen der von den Falen entwickelten Volksherrschaft erhalten. Dadurch war der vor allem für die Falen unabdingbare, persönliche Freiraum in vollem Umfang abgesichert, was auch den Ariern zu Gute kam.

Wesentliche Änderung war, daß die höchsten Führungsämter den Ariern vorbehalten blieben, genauer gesagt der arischen Führungsschicht, aus der heraus das gesamte Volk den Führer wählte.

Ursprünglich war dieser Vorbehalt nur auf die höchsten Ämter beschränkt, also auf das Königtum und das Herzogtum, und er wirkte sich damals noch nicht zum Schaden für das fälisch-arische Gemeinwesen aus.

Das damals geschaffene Gesamtgefüge hielt so über den Beginn der Zweiten Völkerwanderung hinweg rund 2’300 Jahre bis zum Hunnen-Einfall im Jahre 375 nach der Wende des Widder- zum Fische-Zeitalter.

Wiedergegeben werden diese ganzen Vorgänge in der Edda.

Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, daß zwischen den Geschehnissen und ihrer Aufzeichnung durch Snorri Sturluson zum einen rund 3’200 Jahre liegen, in denen sie nur mündlich überliefert und erst in der Spätzeit aufgeschrieben wurden.

Es ist durchaus davon aus zu gehen, daß mancher Erzähler das eine oder andere etwas mehr ausgeschmückt oder auch etwas oberflächlicher berichtet hat, auch wenn die Grundsubstanz insgesamt nicht verändert wurde.

Zum anderen war als Nachhut der Zweiten Völkerwanderung die Katholische Kirche mit ihrer inquisitorischen Gedankenpolizei über die Menschheit hergefallen.

Um sich und seine Niederschriften vor diesem überaus durchtriebenen und rücksichtslos grausamen Feind zu schützen, kam Snorri Sturluson auf den Gedanken, Teile des Aufgezeichneten so zu verschlüsseln, daß das Ganze nur noch als Mär ohne Anspruch auf Wahrheit, als rein dichterische Erfindung ohne jeden Bezug zur Wirklichkeit angesehen und eingestuft und so vor den blutigen Klauen der Kirche und ihrer Inquisition geschützt werden könnte.

Er setzte diesen Gedanken auch in die Tat um und bewahrte auf diese Weise Jahrtausende altes Wissen vor dem Untergange.

Von welch außerordentlicher Tragweite sein Gesamtunterfangen vom Aufschreiben bis zum Verschlüsseln tatsächlich war, hat Snorri Sturluson wohl selbst nicht geahnt. Ihm war nur daran gelegen, ältestes Kulturgut zunächst vor dem Vergessen und dann auch vor der Vernichtung zu bewahren.

Dieses Vorhaben gelang ihm so gut, daß er die Aufzeichnungen nicht nur in seiner Zeit schützte, sondern sie auch vor dem Gesinnungsterrorismus der zur Neige gehenden Fische-Zeit bewahrte.

Auch die Wohlmeinenden waren und sind kaum in der Lage, diese Verschlüsselungen als solche zu erkennen. Die dadurch verhinderte Entschlüsselung verhindert nun ihrerseits einen zensorischen Zugriff durch die Bösartigen.

Frau Sigrid Schröder aus Büsum wies Anfang der achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts in ihrer Arbeit „Unser vormaliges Westland und seine Bewohner“ nachdrücklich auf diese Verschlüsselungen hin.

Der Erfolg der Verschlüsselungen liegt wohl in der Einfachheit ihrer Art:

Bestimmte, verräterische Begriffe wurden von Snorri Sturluson ins Lateinische übersetzt und diese neuen Begriffe anschließend „nordisiert“, das heißt, in eine Wortform gebracht, die diese Begriffe als nordische Wörter erscheinen lassen.

Die Übersetzung diese nordisierten Begriffe ins Hochdeutsche schuf damit eine abermalige Verschlüsselung.

Vor allem die älteren Übersetzungen legten besonderen Wert auf Stabreim und Versmaß und blieben daher an vielen Stellen allenfalls sinngemäß.

Jüngere Übersetzungsversuche scheitern naturgemäß an den gleichen, verschlüsselten Stellen, obwohl man Stabreim und Versmaß hintan läßt.

Diejenigen, welche nun die Edda dergestalt zur Anleitung für ihre Glaubensausrichtung nutzen, indem sie sich sklavisch an die Texte zu halten versuchen, ohne zu erfassen, worum es darin tatsächlich geht, diese schaffen dadurch ihrerseits erneute Verwirrung. Obwohl wohlmeinend, sind diese ganz ohne Zweifel am weitesten vom geschichtlichen Inhalt der Überlieferungen und damit von der tatsächlichen Aussage der Edda entfernt.

Das Aufeinandertreffen von Falen und Ariern wird in der Edda als ‚Wanenkampf‘ beschrieben.

Hier stellt sich nun die Frage, ob diejenigen, die aus den ‚Wanen‘ die ‚Schönen‘ gemacht haben, wirklich wohlmeinend waren. Schließlich ist ‚Wanen‘ ganz offensichtlich eines Stammes mit ‚wähnen‘, und das heißt bekanntlich ‚glauben‘.

Der ‚Wanenkampf‘ war also ein Glaubenskrieg, wohl der erste überhaupt und vor allem der ehrlichste.

Das kann man von den schrecklichen „Glaubenskriegen“ der Fische-Zeit ganz und gar nicht behaupten, da sie sich im Grunde alle ein und der selben Urheberschaft erfreuen.

Worum es bei diesem ersten Glaubenskrieg ging, zeigt der ‚Fenriswolf“.

Frau Schröder stellte treffend fest, daß mit dieser Symbolfigur unmöglich ein wirklicher Wolf gemeint sein kann.

Das von Snorri Sturluson tatsächlich gebrauchte Wort schreibt sich ‚fenrisolfr‘.

Frau Schröder schlüsselte es bei Fortlassen der nordisierenden Endung ‚-fr‘ auf in ‚fenri‘ und ’sol‘. ‚fenri‘ führte sie zurück auf das lateinische ‚veniri‘ für das ‚Verehren‘, und ’sol‘ heißt ‚Sonne‘.

Zusammengenommen ist ‚veniri solis‘ also das ‚Verehren der Sonne‘.

Jetzt wird schlagartig die ganze Tragweite der geschilderten Vorgänge klar!

Eindrucksvoll wird geschildert, wie äußerst schwierig sich die „Fesselung des Fenriswolfes“ gestaltetete, tatsächlich also das ‚Binden der Sonnenverehrung‘, nämlich ihr Einbinden in die vorherrschende Mondverehrung der Falen.

Die Beschreibung der letzten, unscheinbaren Fessel aus „dem Barte der Frau, der Wurzel des Berges, dem Speichel des Vogels und dem Lärme des Katzentrittes“ offenbart, mit wieviel Geduld und Geschick, Diplomatie und Feingefühl die damaligen Verhandlungspartner mit einander umgehen mußten, bis endlich eine Einigung erziehlt war.

Daß der gefesselte ‚Fenrisolfr‘ dem Gott Tiu einen Unterarm abbiß, bedeutet nichts anderes, als daß durch das Einbinden der Sonnenverehrung in die Mondverehrung der Tag in seiner überragenden, glaubensmäßigen Bedeutung deutlich beschnitten wurde.

Die anschließende Neuverteilung des gesamten Siedlungsraumes und aller Felder wird in der Edda als die Schaffung der ersten Menschen beschrieben.

Die Götter Wodan, Wili und We finden am Strand zwei Baumstämme, ‚Askr‘ und ‚Embla‘, aus denen sie diese Schöpfung vornehmen.

Läßt man beim ersten Worte das nordisierende ‚-r‘ weg, so gehört der vordere Teil wohl zu ‚asciscere – aufnehmen in eine Gemeinschaft‘.

Das zweite Wort ist das aus dem Griechischen ins Lateinische gelangte ‚Emblema‘, das Emblem, das Abzeichen, die Marke der Sippe, die bei der Verlosung eines bestimmten Landstückes gezogen wurde.

Wodan, Wili und We sind göttlicher Urhauch, Wille und Weihe. Man erkannte in der unentschiedenen Schlacht zwischen Falen und Ariern den Willen der Gottheit zur Vereinigung beider Völker, was durch die Weihehandlungen, zu denen auch das Losverfahren gehört, dann auch vollzogen wurde.

Die Baumstämme stehen für die Hölzer, in die die Sippenmarken für das Losverfahren geschnitten wurden.

Die Zahl zwei bedeutet, daß sich nicht nur die neu angekommenen Arier sondern auch die alteingesessenen Falen dieser Auslosung stellten, die ja ihrerseits auch wieder ein Gottesurteil ist.

Der Strand verdeutlicht, warum der Sonnenkult in den Mondkult eingebunden wurde und nicht umgekehrt. Es ist der Strand des Deutschen Meeres, an dem die Falen den Ariern gezeigt haben, warum das so und nicht andersherum zu sein hatte.

Es ist durchaus davon aus zu gehen, daß auch die Arier die Gezeiten kannten, aber sie hatten wohl keine Vorstellung von ihren Auswirkungen in der Deutschen Bucht.

Das Einbinden der Sonne in den Mondkult findet seinen Niederschlag in der Edda nicht nur in der Verstümmelung des Tiu, sondern auch im Tode des Wodansohnes Balder – Baldur – Baldr – Baal, des Lichtgottes, noch dazu durch einen Mistelzweig. Die Mistel ist im alten Mondkult Mittel zur Schaden-Abwehr. Es ist bezeichnend, daß ausgerechnet die Mistel zum Tode des Sonnengottes Balder führt.

Im Laufe der Jahrtausende hat sich das Verhältnis des Mondes zur Sonne kultmäßig deutlich gewandelt, was sich im Kalender wiederspiegelt. Durch mehrere Kalenderreformen besteht heute, zum Ende der Fische-Zeit, bereits ein Sonnenkalender, durchsetzt mit den beweglichen Festen des alten Mondkalenders, was ursprünglich genau andersherum war.

Die Edda ist jedoch nicht nur rückblickend, sondern liefert auch eine Vorausschau auf den Endkampf, den das Ende der Fische-Zeit bringt, sowie auf das ihm folgende Goldene Zeitalter.

So geht zwar der alte Götterhimmel unter, aber aus seiner Asche steigt wie der Fyrval (‚Feuervogel‘, griechisch ‚Phönix‘) ein neuer Himmel auf.

Dabei ist auch hier die Symbolik eindeutig:

Der Wodansohn Widar ist niemand anderer als Wodan selber, er kehrt nämlich ‚wieder‘, jedoch in seiner ursprünglichen Weise als der Urhauch, der Urgeist, der Hochgott, der weit über allen anderen Gottheiten steht.

Die Wiederkehr Balders bedeutet jedoch eine interessante Veränderung, nämlich die eindeutige Vorherrschaft der Sonne, wie sie auch durch die Entfesselung des ‚Fenrisolfr‘, die ‚Befreiung der Sonnenverehrung‘, im ‚Götterschicksal‘ beschrieben wird.

Widar ist also nicht einfach nur der wiedererstandene Wodan, wie er aus der Zeit der Zweiten Völkerwanderung überliefert ist, sondern seine Offenbarung als der Urhauch, der Urgeist, der Hochgott der Urzeit und allen Anfanges in der wahren Heiligen Dreieinigkeit von Geist, Seele und Leben im Zeichen der helleuchtenden Sonne, die jede Finsternis durchdringt.

Bis zum nun mittelbar bevorstehenden Ende des Fische-Zeitalters hat der wahre Ablauf der dramatischen Vorgänge, die sich rund 4’500 Jahre zuvor in Mitteleuropa abspielten, in die Volksbildung so gut wie gar keinen Eingang gefunden.

Dafür gibt es zwei Gründe:

Zum einen hat in der Fische-Zeit niemand ein ernsthaftes Interesse an einer Wahrheit, die in der Lage ist, die Grundlage des herrschenden Machtsystemes nicht nur zu stören, sondern sogar zu zerstören.

Zum anderen unterliegen Wissenschaftler offenbar dem neurotischen Zwang, einmal von ihnen getroffene Feststellungen nicht mehr grundlegend berichtigen zu können, selbst, wenn sie bereits vor aller Welt als falsch erkannt worden sind.

Im vorliegenden Falle führte die Teilung der zur Wanderung gezwungenen Arier zu einer Fehlbeurteilung in der Geschichte, deren Ausmaß nur als ‚katastrophal‘ zu bezeichnen ist.

Weil der eine Teil der Arier nach Westen, der andere aber nach Süden, nach Indien gezogen ist, finden sich in den vorherrschenden Sprachen beider Gebiete die gleichen, arischen Elemente.

Diese Tatsache hat die Wissenschaft dazu veranlaßt, auf ein gemeinsames Urvolk zurück zu schließen, das man „Indoeuropäer“, „Indogermanen“ oder „Indoarier“ nannte.

Dabei hat man jedoch auch allen späteren Erkenntnissen zum Trotze die Mendelsche Erblehre gänzlich außen vor gelassen; denn die Inder sind ausnahmslos dunkel und die Nordeuropäer sind ausnahmslos weiß.

Da das dunkle Erbgut dominant ist, das weiße aber rezessiv, können Inder und Nordeuropäer niemals gemeinsame Vorfahren gehabt haben.

Wenn von mehreren Geschwistern, Kindern weißer Eltern, der eine Teil sich weiße Lebenspartner nimmt, der andere Teil sich aber dunkle Inder, werden die Kinder der rein weißen Gruppe dadurch doch keine Halbinder!

Schließlich sind in Nordeuropa keine Mischlinge angekommen, sondern nur rein weiße Arier!

Man kann also jenen Teil der Arier, der nach Indien zog, durchaus als ‚Indoarier‘ bezeichnen, dies jedoch nur dann, wenn man den anderen Teil ‚Faloarier‘ nennt.

Tut man jedoch das eine nicht, so hat man das andere ebenfalls zu unterlassen.

Es ist also eine unumstößliche Tatsache:

Die „Indogermanen“ hat es niemals gegeben!

Somit steht also fest, was Falen und Arier nicht sind.

Aber es bleibt die Frage, was sie denn nun sind.

Beantwortet hat sie Frau Prof. Dr. Ilse Schwidetzky, die von sich behaupten konnte, jedes archäologisch bedeutsame Skelett in ganz Europa zu kennen zwischen der Küste des Atlantischen Ozeans und dem Ural. Sie hat das Ergebnis ihrer Forschungen in ihrer Schrift „Die neue Rassenkunde“, Stuttgart 1962, festgehalten und veröffentlicht.

Fest steht, daß die Unterschiede zwischen Falen und Ariern deutlich sind.

Frau Prof. Schwidetzky hat jedoch unwiderlegbar nachgewiesen, daß diese Unterschiede nicht mehr sind als die zwischen Schäferhund und Dackel.

Im Klartext:

Falen und Arier sind verschiedene Rassen ein und der selben Art. Sie sind die beiden einzigen Rassen dieser Art, der einzigen weißen Menschenart auf dem Wandelstern Erde.

Alle weiteren Unterschiede sind höchstens regionale Schläge und für die Wissenschaft ohne jegliche Bedeutung!

Die Tatsache, daß sie ein und der selben Art angehören, ist auch der Grund, warum Falen und Arier ohne nennenswerte Schwierigkeiten den Weg in eine gemeinsame Zukunft gehen konnten: Die Gemeinsamkeiten auf allen Ebenen waren für alle Beteiligten damals überdeutlich.

Das Gefüge, das nach der Ersten Völkerwanderung geschaffen worden war, hätte im Grunde bis heute halten können. Aber durch Wissensverlust in Folge gewaltiger Naturkatastrophen und der Zweiten Völkerwanderung wurden an ihm Veränderungen vorgenommen, die es spätestens mit der Gründung des Deutschen Königreiches am 14. 4. 919 zu dem System entarten ließen, das bis zum Ende des Fische-Zeitalters den etablierten Oligarchen der globalen Elite“ das Fundament ihrer Macht liefert.

Ursprünglich bestand die von den Falen entwickelte Volksherrschaft fort. Lediglich die Herzöge als die Führer der Stämme und der König als der Führer des ganzen Volkes konnten – wie bereits erläutert – nur aus den Reihen der arischen Führungsschicht gewählt werden.

Erkennbar ist dies bis heute an einem bemerkenswerten Umstand:

Wenn auch im Laufe der Jahrtausende einige vornehme, fälische Sippen in diese Führungsschicht aufgenommen wurden, was meist durch Heiraten geschah, so blieb diese arische Führungsschicht im Großen und Ganzen doch unter sich. Ehen wurden im Allgemeinen nur innerhalb dieser Schicht geschlossen, und das ist bis auf den heutigen Tag so geblieben.

Die wohl einschneidendste Veränderung ergab sich nach der Zweiten Völkerwanderung, nicht hervorgerufen durch sie, sondern durch die in ihrem Gefolge sich ausbreitende römisch-katholische Kirche.

Während nämlich das einfache Volk der Arier und Falen längst zu untrennbarer Einheit gefunden hatte, die bis heute zukunftsträchtig besteht, kapselte sich die arische Führungsschicht mittels des Kirchentums nicht nur einfach noch mehr ab, sondern sie machte die Führung innerhalb ihrer eigenen Reihen aus, versagte also dem Volk jede Form der volksherrschaftlichen Mitbestimmung, und besetzte von oben nach unten sämtliche Stellen der Gebietswaltung mit ihren eigenen Leuten.

Unter der Berufung auf die Bibel der katholischen Kirche wurden diese Stellungen und eventuelle Ansprüche auf diese sogar erblich. Der Erbadel war entstanden!

Um zu mehr eigener Macht zu gelangen, erklärten die Aufsessen der kleineren Gebiete die Allmende, also den Gemeinbesitz der Bauern, zu ihrem persönlichen Eigentum.

In England ging der Erbadel sogar noch weiter, indem er die Bauern von deren eigenem Lande vertrieb, sich selbiges aneignete, um anschließend die rechtmäßigen Eigentümer zu unverschämten Bedingungen als Pächter für sich arbeiten zu lassen.

Diese Umwälzungen wurden so zügig umgesetzt, daß es dafür nur eine einzige Erklärung gibt:

Kirche und Erbadel haben sich in dieser Sache zum Teil bis ins Kleinste abgesprochen. Dabei beriefen sich beide Seiten auf die Kirchenbibel.

Das damals begründete System, dessen einziges Ziel die Ausbeutung unseres wie aller anderen Völker ist, besteht – bei verschiedenen Gelegenheiten an den Wandel der Zeiten angepaßt – bis auf den heutigen Tag.

Alle Aufstände und Revolutionen bis hin zu den verheerendsten Kriegen seit Menschengedenken gehen auf dieses Fische-System und seine Konstrukteure und Drahtzieher zurück.

Jedoch waren all diese Aufstände nur Versuche, und echte Revolutionen hat es bisher noch nicht gegeben, brachten sie allesamt doch nur weitere Anpassungen und neue Ausformungen des einen Systemes hervor.

Eine grundlegende Änderung brachten sie jedoch nicht!

Im Gegenteil! Durch jede Anpassung und jede neue Ausformung war es den Vorgängern der heutigen „globalen Elite“ möglich, das System den Erfordernissen des jeweiligen Zeitgeistes an zu passen und dem ganzen System und seinen Oligarchen auf diese Weise eine weitere Überlebensspanne zu sichern.

Erst das nun unmittelbar bevorstehende Ende des Fische-Zeitalters – 2015 – bringt als Folge der im Zuge des Endzeit-Geschehens stattfindenden, ersten, wirklichen Revolution auch das Ende dieses Systemes, das dieses seit eh und jeh schrecklichste aller Zeitalter prägt.

Im Gegensatz zu alledem haben sich Arier und Falen der einfachen Volksschichten gegenseitig vollständig durchdrungen, weil sie als urverwandte Rassen ein und der selben Art sich gegenseitig durchdringen  k o n n t e n !

Daß es überhaupt zur Bildung dieser zwei Rassen gekommen ist, ist wirklich ganz außergewöhnlich und wohl auch einmalig in der gesamten Geschichte des Wandelsternes Erde. Und was nun eigentlich dazu geführt hat, daß Arier und Falen sich von einem gemeinsamen Ursprung her getrennt haben entwickeln können und was die Unterschiede herausbildete, ist bis heute noch völlig unbekannt.

Es gibt einzelne Überlieferungen, in denen von den landgeborenen, den seegeborenen und den luftgeborenen Weißen die Rede ist, die eines gemeinsamen Ursprunges und damit ein einziges Volk sind. Das aber muß sich auf bereits schon während der Ära der Großskulpturen längst vergangene Zeiten beziehen.

Zum Vergleich:

Bab Ilu, griechisch „Babylon“, verfügte zur Zeit des sumerischen Königs Sar-Kyan (Sargon) I. des Großen von Akad über eine geschriebene Geschichte von 432’000 Jahren, beginnend mit der Gründung des 1. Reiches von Thule, der Insel der Seligen. Überliefert ist diese Zahl vom siebten Tage des fünften Monats des 36’198sten Jahres seit Gründung des 2. Reiches von Babylon im 55sten Jahr der Herrschaft des Königs.

Durch die vielen gewaltsamen Zerstörungen und aufwendigen Fälschungen der Kirche ist jedoch die lineare Verbindung zu jener Zeit abgerissen, sodaß sich die Wissenschaft nur auf die reine Annahme eines seither zurückliegenden Zeitraumes von rund 4’500 Jahren stützen kann. Es sind aber auch andere Zeiträume bis hin zu 5’900 Jahren im Gespräch.

Jedenfalls steht völlig eindeutig fest, daß alle Weißen der Erde in Wirklichkeit einem einzigen, weißen Urvolk entstammen. Dieses besteht aus den Volkschaften der Kelten, der Balten und der Germannen, jede Volkschaft aus mehreren Stämmen.

Diese Volkschaften haben sich erst nach der fälisch-arischen Vereinigung getrennt weiterentwickelt, da in diesen dreien auch die Merkmale sowohl der Falen als auch Ariern vorhanden sind.

Ursprünglich gehörten auch die Skythen als vierte Volkschaft zu unserem gemeinsamen Urvolk. Aber sie bildeten nur eine hauchdünne Führungsschicht über einer Stämmegemeinschaft, die vorwiegend iranisch sprach.

Sie wurden später von den ebenfalls weißen Sarmaten in der Führungsrolle abgelöst.

Ob die Skythen – als Volkschaft einschließlich der Sarmaten – auch fälische Anteile in sich trugen, ist ungewiß, da die Kurgane nicht mehr von Prof. Ilse Schwidetzky untersucht werden konnten. Es ist also durchaus möglich, daß Skythen und Sarmaten reine Arier waren, die noch genügend Weide fanden und deshalb dort geblieben sind.

Es bleibt die Tatsache, daß die heutigen drei Volkschaften der Kelten, der Balten und der Germannen sich erst nach der Ersten Völkerwanderung als Äste eines einzigen Baumes getrennt herausgebildet haben. Somit sind auch alle drei von den damaligen Vorgängen betroffen, das heißt, alle Angehörigen aller drei Volkschaften dieses weißen Urvolkes, also alle Weißen gemeinhin, sind Mischlinge aus den Rassen der Arier und der Falen, die die beiden einzigen Rassen der einen einzigen, weißen Menschenart überhaupt auf der Erde sind.

Der Einzelne mag nun deutlich mehr Arier oder mehr Fale sein oder auch die Anteile beider Rassen ausgewogen in sich oder auch „zwei Seelen in seiner Brust“ tragen, von denen im Laufe des Lebens meist eine die Oberhand gewinnt, dennoch sind sie alle die Nachfahren beider Rassen der einen weißen Art.

Damit gehören auch beide Rassen zu den weisen Weißen, zu den Menschen. Das Wort ‚Mensch‘ bezieht sich also auf die Arier ebenso wie auf die Falen, die dieses Wort entwickelt haben, und damit auch auf die Nachfahren aus der Verbindung beider, darüber hinaus ursprünglich aber auf niemanden sonst auf dieser Erde.

Mit der Abkehr von diesem gemeinsamen ariofälischen Volksgefüge ging oft genug auch eine Abkehr vom ariofälischen Sittengefüge einher, das die Voraussetzung zur Auswertung von Wissen und damit auch für das Erlangen von Erkenntnis und Weisheit ist.

Weisheit und Menschentum bilden aber eine untrennbare Einheit, die auf die weiße Art gebaut ist, die sich selbst als ‚die Menschen‘ bezeichnet.

Die Verbindung der Falen mit den Ariern, die Wiedervereinigung zu dem Urvolk, das man vom Ursprung her immer war und heute noch ist, findet sich wieder in der Verbindung des fälischen Mondkultes mit dem arischen Sonnenkult, die in der Edda als der Geiselaustausch zwischen Wanen und Asen beschrieben wird.

Auch im alltäglichen Umgang miteinander sowie mit anderen findet die Verbindung vom Tagesgott Tiu mit Odin dem Urhauch ihren deutlichen Ausdruck, indem beide zusammenrücken zu Tiu-Odin und werden schließlich als Inbegriff der (wieder-)gefundenen, gemeinsamen Identität der Arier und der Falen sogar vollends mit einander verbunden:

Tiu-Odin, Ti-Od, Tiod wurde über das Eigenschaftswort ‚tiodisch‘ zu ‚teutsch‘ und ‚deutsch‘.

Diese Wortfindung stammt aus der Zeit, die der Ersten Völkerwanderung unmittelbar folgte. Sie ist vor-einzel-volk-lich, stammt also aus der Zeit, als noch alle Arierfalen als ein einziges Volk zusammenlebten, bevor sich die drei Äste der Kelten, Balten und Germannen an diesem gemeinsamen Baum aller ariofälischen Menschen getrennt verzweigten.

Das heißt, die Bezeichnung ‚deutsch‘ gilt für die Kelten, Balten und Germannen im gleichen Maße. Sie alle sind von der gleichen Deutschen Art!

Daß ‚Deutsch‘ als Volksname an den mitteleuropäischen Germannen hängen geblieben ist, heißt nicht, daß sich die anderen genetisch anders entwickelt hätten, sondern ist nur von rein geografischer Bedeutung, denn die Südgermannen leben nach wie vor in dem Gebiet, in dem die Vereinigung der Arier und Falen stattgefunden hat.

Schließlich hat die oberdeutsche Lautverschiebung zur Entwicklung einer Hochsprache geführt, deren Klarheit und Reinheit vorbildlich ist für alle mit ihr verwandten Sprachen.

Daß diese von den Südgermannen gesprochene Hochsprache, die Deutsche Sprache, so überaus deutlich ist – vorausgesetzt, sie wird auch sauber gesprochen – liegt vor allem daran, daß sie so gut wie gar keine Verschleifungen kennt.

Es gibt keine Gottheit, die sich in irgendeiner Weise ins Weltgeschehen einmischt. Es kann also nur die Vorsehung gewesen sein, die es gefügt hat, daß Arier und Falen getrennt werden.

Hat dies alles geschehen müssen, damit beide so ihre jeweils rassetypischen Eigenschaften heraus bilden konnten und mußten, die sich eines fernen Tages so überaus fruchtbar ergänzen sollten?

Dieser Gedanke drängt sich geradezu auf!

Tatsache bleibt, daß diese schier unglaubliche Leistungsfähigkeit des Deutschen Volkes genau hier ihre Wurzel hat.

Hier ist der Ursprung des bei unseren Feinden so gefürchteten ‚Furor Teutonicus‘, des Deutschen Zornes, der sich besonders unter Druck entfaltet und dem die Feindmächte zu keiner Zeit je irgend etwas entgegen zu setzen vermögen.

 

Gunnar von Groppenbruch

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2 Gedanken zu „Das Reich aus dem Lichte 3

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