Das Reich aus dem Lichte 1

 

1. „Reizwort Rasse“ – Eine Klarstellung

Das Wort ‚Rasse‘ stammt aus dem Arabischen. Dort bedeutet das Wort ‚Ras‘ Kopf, Ursprung. Es liegt dem spanisch-portugisischen ‚Raza‘, dem italienischen ‚Razza‘ und dem französischen ‚Race‘ zu Grunde. Vom Französischen gelangte es ins Englische und ins Deutsche. Hier verflacht ‚Rasse‘ im 18. Jahrhundert zu der Bedeutung ‚Sorte‘.
Als biologischer Begriff wird das Wort ‚Rasse‘ zuerst 1775 von Immanuel Kant verwendet.
Eingebürgert aber hat es sich erst im 19. Jahrhundert.
Auf den Schriftsteller Berthold Auerbach geht das Wort ‚Rassenkampf‘ zurück, das er 1849 erstmals verwendete.
In den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts wird es zum Fahnenwort der sogenannten „antisemitischen Bewegung“.
Während das Eigenschaftswort ‚rassig‘ deutlich älter ist, wird ‚rassisch‘ 1922 von der Rassenforschung eingeführt.

In der Biologie werden die Lebensformen dem Grade ihrer Verwandtschaft zu einander gemäß wissenschaftlich eingeteilt und bezeichnet. Die unterschiedlichen Stufen dieser Einteilung tragen entsprechende Bezeichnungen.
Pflanzen und Tiere werden nach den gleichen Grundsätzen eingeteilt. Entsprechend gleichlautend sind auch die Bezeichnungen der Einteilungsstufen:
Stamm – Klasse – Ordnung (– Unterordnung) – Familie – Gattung – Art (– Unterart) – Sorte abschließend bei den Pflanzen, Rasse statt dessen bei den Tieren.
An den wissenschaftlichen Bezeichnungen der Lebensformen sind ihre Zugehörigkeit zu Gattung, Art und gegebenen Falles auch zur Unterart ablesbar.
Die Bezeichnung ‚Gattung‘ bedeutet allerdings nicht – und das ist von entscheidender Bedeutung –, daß sich Angehörige einer Gattung auch über die Grenzen der Arten hinaus begatten und so fruchtbare Nachkommen zeugen können. Das Gegenteil ist die Regel! Bekannteste Beispiele sind Pferd und Esel. Sie gehören der gleichen Gattung an, aber unterschiedlichen Arten. Sie können zwar Nachkommen mit einander zeugen, diese sind aber unfruchtbar.
Pflanzensorten und Tierrassen sind durch Auswahl entstanden. Unzählige von beiden sind bereits von Menschen gezüchtet worden, ein Prozeß, der wohl ebenso lang dauern, wie es Menschen geben wird, die bestimmte Eigenschaften einer Pflanzen- oder Tierart züchterisch hervorheben wollen. Entscheidend hierbei ist, daß es immer nur Sorten beziehungsweise Rassen der selben (Unter-)Art sind, die mit einander gekreuzt werden können.
Vielen Rassen sagt man mit Recht nach, daß sie überzüchtet seien, was sich in Empfindlichkeiten aller Art und verkürzter Lebensdauer niederschlägt.
Ganz anders die Mischlinge. Sie zeichnen sich durch hohe Widerstandsfähigkeit und Unempfindlichkeit gegen allerlei Unbill sowie eine oft sehr hohe Lebenserwartung aus.
Gerade in Bezug auf Hunde hört man immer wieder: „Die Mischlinge sind die Besten!“

Nun geschieht aber etwas, das sich dem gesunden Menschenverstande nicht nur entzieht, sondern ihn geradezu verhöhnt.
Niemand Vernunftbegabtes kommt auf die Idee, Schleswiger, Friesische Schwarzbunte, Hamburger, Münsterländer, Siamesen, Haußa, Bochumer Riesen, Drawida, Perser, Persianer, Suffolk, Bunte Bentheimer und Weimaraner in einen Topf zu werfen.

Bei all diesen handelt es sich um Rassen, jedoch um völlig unterschiedliche Arten.
Schleswiger und Suffolk sind Kaltblutpferde, Friesische Schwarzbunte Rinder, Bunte Bentheimer Schweine, Hamburger Hühner, Persianer Schafe, Münsterländer und Weimaraner Hunde, Siamesen und Perser Katzen, aber es gibt auch Perser-Kaninchen, Bochumer Riesen sind eine Stiefmütterchen-Sorte, Haußa und Drawida sind Volksstämme.
Die Wissenschaftler des Fische-Zeitalters erlauben sich nun, die Völker – also die natürlichen Einheiten Gleichgearteter – der Erde insgesamt über einen Kamm zu scheren, indem sie alle mit dem – wie erläutert – äußerst oberflächlichen und beinahe nichtssagenden Begriff ‚Rasse‘ belegen.
Daß die Wissenschaft der Fische-Zeit fest in der Hand der Drahtzieher des Systems der etablierten Oligarchen der „globalen Elite“ ist, das heißt, von diesen kontrolliert wird, setze ich als bekannt voraus. Da nimmt es auch nicht Wunder, daß nicht sein kann, was nicht sein darf. Dennoch bezeichnen sich beide – System und Wissenschaft – als ‚frei‘.
Das ist in gewisser Weise auch richtig, denn beide nehmen sich die Freiheit heraus, sich über jegliche sittliche Grenzen hinweg zu setzen. Es handelt sich also nicht wirklich um Freiheit, sondern um Schrankenlosigkeit.
Somit wird nicht nur einfach verdrängt, sondern bewußt unterschlagen, daß die Völker der Erde verschiedenen (Unter-)Arten zu zu rechnen sind, die zum Teil erhebliche Unterschiede aufweisen.
Auch die erwähnten Volksstämme sind – obwohl beide schwarz – völlig unterschiedlich. Die Drawida leben in Süd-Indien und die Haußa in West-Afrika.

Wie groß die Unterschiede zwischen den Völkern sind, soll ein Beispiel veranschaulichen:
In Südwestafrika liegt südlich von Windhuk die Stadt Rehoboth. Sie liegt in der Mitte eines Gebietes, in dem sich die Rehobother niedergelassen haben. Diese sind jedoch kein echter Volksstamm, sondern eine Ansammlung von Mischlingen der unterschiedlichsten Zusammensetzungen. Hier ist es zur Herausbildung eines Kastensystems gekommen, in dem die mit der hellsten Haut am weitesten oben stehen. Dies ist hier jedoch nicht von Bedeutung.
Eine Besonderheit dort ist aber von außerordentlicher Güte: In keinem Gemeinwesen gibt es eine höhere Rate an Unfruchtbarkeit, als bei diesen Mischlingen in und um Rehoboth.
Das führt zu dem einzig möglichen Schluß, daß diese großteils unfruchtbaren Mischlinge Kinder aus artübergreifenden Verbindungen sind. Daher sind sie genau so unfruchtbar, wie die Mischlinge aus Pferd und Esel.
Klarer kann kein Beweis geführt werden, daß es sich bei vielen Völkern der Erde nicht um Rassen handelt, sondern um unterschiedliche ‚Arten‘.
An dieser Stelle tritt nun ein Mann auf den Plan, der der rassekundlichen Forschung Mitteleuropas seinen Stempel aufgedrückt hat wie kein zweiter. Ihn aus Sicht seiner Generation als „Rassepapst“ zu bezeichnen, ist nicht übertrieben. Jedem, der sich schon mit diesem Fachgebiet befaßt hat, ist vollkommen klar, wer jetzt hier gemeint ist.
Es ist Prof. Dr. Hans Friedrich Karl Günther, kurz H.F.K.Günther, geb. 16.02.1891 in Freiburg/Breisgau, gest. 25.09.1968 eben dort.
Ihm und seinem Mitarbeiterstab haben die Menschenartigen Europas die Rasseneinteilung nach Siedlungsräumen zu verdanken.
Die im Osten nannte man ostisch oder baltisch, die im Süden dinarisch, die im Westen westisch und die im Norden nordisch.
Weltweit unterschied man darüber hinaus zum Beispiel die tartarische, die mongolische, die sinide, die australische Rasse und viele andere mehr.
Kurz: Man teilte das gesamte anthropologische Lebensspektrum des Planeten Erde in Rassen ein.
H.F.K.Günther hat dieses System prägend mitgestaltet.
Aber – wie bereits ausführlich dargelegt – darf der Begriff ‚Rasse‘ nur und ausschließlich wie der einer Pflanzen-Sorte verwendet werden.
Genau an diesem Punkt werden „Rassepäpste“ wie H.F.K.Günther zu gescheiterten Existenzen.

Ziel der sogenannten „Rasseforschung“ war, den Beweis zu erbringen, daß die zum Teil erheblichen Unterschiede im anthropologischen Spektrum
1. im Erbgut verankert sind,
das trifft auf jede Rasse zu, und
2. durch Reinerhaltung geschützt werden müssen, da die jeweiligen Angehörigen des anthropologischen Spektrums nur dadurch in der Lage sind, wirklich bleiben zu können, was sie sind,
und das trifft auf keine Rasse zu, wohl aber auf die Arten.
Auch wenn das Kreuzungsergebnis von Schäferhund und Dackel recht kurios aussehen kann, so ist es immer noch ein Hund!
Im Grenz- und Überschneidungsbereich der Verbreitungsgebiete von Saatkrähen und Nebelkrähen kommt es gelegentlich zu Kreuzungen zwischen beiden. Dennoch ist niemals jemand auf den Gedanken gekommen, beide als Rassen einer Art zu bezeichnen. Beide gehören zwar zur Familie der Rabenvögel, sind aber selbstverständlich Vertreter unterschiedlicher Arten.
Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Menschenarten sind oft genug im Verhältnis größer als zwischen Saatkrähen und Nebelkrähen.
Der gleiche Grundbausatz der Menschenartigen – unten die Beine, die den eigentlichen Körper tragen, der seinerseits oben seitlich die Arme und oben auf Hals und Kopf trägt – reicht doch nun wirklich nicht aus, alle Menschenartigen der gleichen Art zu zu ordnen!
Geht man davon aus, so müßten alle Vögel ein und der selben Art angehören. Dies ist bekanntlich nicht der Fall.
Hier sei noch einmal an Rehoboth und die Rehobother in Südwestafrika erinnert!
Hinzu kommt, daß nicht allein der Grundbauplan und die Hautfarbe zur wissenschaftlichen Einordnung zu Rate gezogen werden dürfen, sondern auch die unterschiedlichen Wesensmerkmale der verschiedenen Menschenartigen müssen in die Betrachtungen einbezogen werden. Gerade sie außer Acht zu lassen, ist eine Unterlassung, die jeder wissenschaftlichen Arbeit Hohn spricht.

 

Gunnar von Groppenbruch

Ein Gedanke zu „Das Reich aus dem Lichte 1

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