Archiv für den Monat Oktober 2019

‚Fascis‘ und ‚Faschismus‘

Der Vorteil des Wortes ‚Fascis‘ ist, das es keinerlei politische Bedeutung hat.

Dort irgend eine hinein zu legen, ist reine Willkür, und entsprechend exzessiv wird von der herrschenden $¥$t€mpropaganda und ihren Anhängern damit verfahren!

Dieses Vorgehen bietet jedem mit der Brotkruste aus dem Urwalde gelockten Dummstiesel die Möglichkeit, alles, was ihm irgendwie nicht paßt, mit diesem Wort und seinen Ableitungen zu belegen, ohne sich irgendwelche Gedanken machen zu müssen, zu denen er wohl ohnehin nicht in der Lage ist, da ihm offenbar die einfachsten Sachverhalte überhaupt nicht klar sind.

Das lateinische Wort ‚Fascis‘ (gesprochen ‚Fászis‘), Mehrzahl ‚Fasces‘ (gesprochen ‚Fászees‘), bedeutet ‚Bündel‘ und ist die Bezeichnung für das Rutenbündel mit eingeflochtener Axt, deren Schärfe vorne herausragt. Es wurde den Machthabern im alten Rom von den Liktoren vorangetragen als Zeichen der höchsten richterlichen Gewalt, die Züchtigung und Todesurteil aussprechen und vollziehen lassen konnte.

Dieses Liktorenbündel war in der Tat das Zeichen der italienischen Faschisten, die sich deshalb auch nach ihm benannten.

Es ist also richtig, alle als Faschisten zu bezeichnen, die sich ebenfalls dieses Zeichens bedienen.

So gehört es in den U$A ebenso zur Staatssymbolik wie in der République Française und im schweizer Kanton St. Gallen. Im Königreiche Spanien gehört es zum Abzeichen der Guardia Civil.

In Deutschland, Spanien, Ungarn, Rumänien, Griechenland sowie anderen Ländern war und ist dieses Zeichen hingegen bis heute (partei-)politisch nie in Gebrauch gewesen.

Was aber beinhaltet die Ideologie, die „Faschismus“ genannt wird?

Hierzu gibt es nur eine einzige authentische Erklärung, nämlich die seines Erfinders Benito Mussolini:

„Der Faschismus sollte Korporatismus heißen, weil er die perfekte Verschmelzung der Macht von Regierung und Konzernen ist.“

Damit steht der Faschismus dem Nationalsozialismus diametral und unversöhnlich entgegen, denn im Gegensatze zu ersterem stellt letzterer nicht die Macht – weder die der Regierung, noch die der Konzerne – sondern einzig und allein die natürlichen Bedürfnisse des eigenen Volkes in seinem ureigenen Lande in den Mittelpunkt seiner Bestrebungen und achtet damit zugleich auch die eines jeden anderen Volkes der Erde in dessen ureigenen Lande!

 

Gunnar von Groppenbruch